Kontext
Unziale eignet sich gut als erste Breitfederschrift: Große, runde Formen machen Federwinkel, Abstände und Rhythmus sichtbar. Historisch gibt es jedoch viele Varianten, daher ist ein modernes Preset nur ein pädagogischer Ausgangspunkt.
Rhythmus vor Dekoration
Mit einer Breitfeder langsam schreiben und wiederkehrende Beziehungen beobachten: Rundungen, Vertikalen und gleichmäßige Abstände. Einige Federbreiten als Buchstabenhöhe geben genug Raum, um die Kante zu sehen. Das CalligraphyToolkit-Preset startet mit vier Federbreiten und 20°, diese Werte sind aber bewusst editierbar.
Mit einer Vorlage arbeiten
Maureen Peters behandelt Unziale in einem Anfänger-Workbook neben Italic, Foundational und Gothic; Sheila Waters behandelt ebenfalls Unziale und Half Uncial. Eine gute Vorlage ist wichtiger als ein einzelner Winkelwert aus einer App.
Sinnvolle erste Buchstaben
Runde Formen wie o, c und e zeigen schnell, ob Kante und Kurve konsistent sind. Danach kommen Vertikalen und Bögen, schließlich kurze Wörter. Dabei sollte der Weißraum ebenso aufmerksam beobachtet werden wie die Tinte.
Quellen und weiterführende Literatur
- Maureen Peters — Calligraphy Workbook for Beginners (publisher page)
- Washington Calligraphers Guild — Sheila Waters
Diese Hinweise stützen sich auf die unten genannten Quellen. Für vertieftes Lernen helfen die Originalquelle sowie eine gute Vorlage oder Lehrperson.